Hydrolate herstellen

Für die Herstellung eines Pflanzenwassers oder Hydrolats benötigt man nicht unbedingt eine Destille. Eine sehr alte Variante, wie es früher auf jedem Bauernhof üblich war, ist dich Methode mit dem Kochtopf. Ich habe so schon einige fein duftende Pflanzenwässer gewonnen und freue mich, manch Überschuss an Kräutern dadurch verwerten zu können.

Hydrolate lassen sich vielseitig einsetzten. Sie können in eine Sprühflasche gefüllt oder in der Duftlampe zur Raumbeduftung verwendet werden, man kann Kosmetik und Körperpflege daraus machen oder sie zum Kochen verwenden, weiters haben sie eine hervorragende Heilwirkung und sind für Babies und alte Menschen oft besser geeignet als ätherische Öle.

Die Herstellung ist sehr einfach. Man benötigt einen Topf mit Deckel, einen Dampfeinsatz und sehr viel Eiswürfel. In den Topf füllt man Wasser, dann das Sieb mit einem Stück Küchenrolle, damit keine feinen Teile durchfallen, auf das Sieb dann die zerkleinerten Kräuter und in der Mitte ein Behälter, der das Hydrolat auffängt. Auf den Topf kommt verkehrt herum der Deckel mit viel Eis, damit der Vorgang des Kondensierens beschleunigt wird. Das Wasser sollte nur leicht kochen und die Menge des gewonnenen Hydrolats sollte ungefähr soviel sein wie die Menge des verwendeten Krautes. Für 100 ml (also aus 100 g Kraut) benötigt es bei mir ca 45 Minuten.
Danach lasse ich das Hydrolat abkühlen und filtere es zwei mal durch einen Kaffeefilter. Dunkel und kühl (nicht Kühlschrank) gelagert hält es je nach verwendetem Kraut 1/2 bis 2 Jahre. Wenn es nicht mehr gut riecht und nicht mehr gut schmeckt, ist es nicht mehr gut 

Hier ein paar Ideen für euch, sie sind jedoch noch sehr vielseitiger einsetzbar in der Anwendung sowie in den Heilzwecken:

0 Salbeiwasser ist super bei Halsweh (Rachenspray)
0 Pfefferminzwasser sehr angenehm bei Sonnenbrand (Spray)
0 Rosenwasser für die Kosmetik und Pflege oder als Raumduft
0 Thymianwasser zur Desinfektion der Raumluft (Spray oder Duftlampe)
0 Rosmarinwasser zur Förderung der Konzentration (Spray, Duftlampe)
0 Melissenwasser bei Herpes
0 Lavendelwasser ist ein Alleskönner
… auch aus Wildkräutern kann man Hydrolate machen: Lindenblüten, Holdunderblüten, Schafgarbe, Meisterwurz, Spitzwegerich, …

Viel Spaß mit diesen Geschenken der Natur!

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Huflattich

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🌸 Familie: Korbblütler
🌸 Sammelzeit: Frühling (Blüten), Sommer (Blätter)
🌸 Sammeln: Blüten, Blätter, Stengel
🌸 Merkmal: Die Blüte erscheint vor dem Blatt; die Blätter sehen denen der Pestwurz sehr ähnlich, sind jedoch weniger scharf gesägt und werden nicht so groß. Als Wundauflage können die Blätter beider Pflanzen verwendet werden, in dem Fall ist eine Verwechslung nicht schlimm. Die Blüten der beiden Pflanzen könnt ihr nicht verwechseln.
🌸 Geruch und Geschmack: Die Blätter haben einen schwachen Geruch; deren Geschmack wirkt zusammenziehend, auch schleimig und süßlich herb. Die Blüten duften schwach honigartig und schmecken wie die Blätter.
🌸 Inhaltsstoffe: Schleim-, Bitter-, Gerbstoffe, äth. Öl, Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Inulin, salpetersaure Salze, Vitamin C (Blätter)….
🌸 Wirkung: blutreinigend, stark entzündungshemmend, sehr schleimlösend; Heiserkeit, Rachenkatarrh, Bronchitis, Lungenleiden, …die Blätter wirken außerdem wundheilend und können angequetscht direkt auf eine Wunde aufgelegt werden.
🌸 Verwendung: Salat (junge Blätter, Blüten, Stengel), Fruchtsalat (Blüten), …Tinktur, Sirup, Tee, ….

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Schlaföl

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Erste-Hilfe-Salbe

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Zitronenöl

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In den Schalen der Zitrusfrüchte sind 5 bis 10 mal mehr Vitamine enthalten als in der Frucht selbst. Schade also, diese zu entsorgen. Die wasserlöslichen Inhaltsstoffe (zB Vitamin C) kann man zB. in einem Tee lösen, die öllöslichen Inhaltsstoffe (zB äth. Öle) lassen sich der Schale in einem Ölauszug entlocken.

Olivenöl, in das Zitronenschalen eingelegt wurden, schmeckt wunderbar fruchtig-frisch, passt zu vielen Gerichten und ist ein tolles Geschenk.

Auch als Körperöl ist Zitrusschalenöl ein Traum! Verwendet ein gutes, hochwertiges Basisöl, zB Jojobaöl, Mandelöl, Sesamöl oder Sonnenblumenöl, dann habt ihr eine wunderbare Hautpflege und profitiert gleichzeitig von den stimmungsaufhellenden und stark antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften der Zitrone. Ihr könnt diese vier Basisöle auch miteinander mischen, das ergibt ein schön rundes Ergebnis der verschiedenen Fettsäuren.

Herstellung:
Bio-Zitronen gut waschen und schälen. In ein Marmeladenglas geben und mit Öl auffüllen. Die Schale einer Zitrone reicht für ca 250 ml Öl. Zwei bis vier Wochen stehen lassen, jeden Tag schütteln und anfangs auch mal öffnen, damit eventuell vorhandene Feuchtigkeit entweichen kann. Danach können die Schalen entfernt und das Öl in eine Flasche umgefüllt werden.

Natürlich könnt ihr auch die Schalen von jeden anderen Zitrusfrüchten verwenden. Nur Bio muss es sein, denn die Schale von konventionellen Früchten ist mit verschiedensten Gift- und Konservierungsstoffen belastet.

Liebe Grüße und Gutes Gelingen!

 

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Kerze aus Orangenschalen

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Diese Kerze ist so einfach zu machen, brennt stundenlang und besteht zudem nicht aus Mineralöl – einfach nur toll!!

🌲 Orangenschale entlang des „Äquators“ einritzen, mit dem Daumen hineinfahren und Schale von der Frucht trennen.
🌲 Die Hälfte mit dem „Knopf“ wird verwendet.
🌲 Bei dieser Kerze wird der weiße innere Teil als Docht verwendet und muss deshalb mit der Schale herausgelöst werden, das geht ganz leicht.
🌲 Dann wird die Schale mit Öl (Olive, Raps, Sonne, Kokos, ..) gefüllt, der Docht muss dabei auch gut getränkt werden.
🌲 Er sollte nicht allzuweit aus dem Öl herausragen, das verzögert das anzünden.
🌲 Ein langes Streichholz verwenden, denn es dauert schon ein bisschen, bis die Kerze brennt. Aber wenn sie mal brennt, dann brennt sie.

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Balsam aus Baumharz

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Bäume produzieren Harz um wunde Stellen zu verschließen und sich so vor Krankheitserregern zu schützen. Das auch für uns sehr heilsame Harz wirkt desinfizierend und wundheilend, kann Rheuma- und Gichtschmerzen lindern und bei Erkältungskrankheiten helfen. Ihr könnt das Harz der Fichte, Lärche oder Kiefer sammeln, dieses dann trocknen um damit zu räuchern (zusammen mit z.B. Rosmarin und Wacholder – herrlich!) oder es direkt zu einer Salbe weiterverarbeiten. Frisches Harz solltet ihr nicht sammeln, da es der Baum noch selbst benötigt.

Vor der Herstellung einer Salbe müsst ihr das gesammelte Harz reinigen. Dazu erwärmt ihr in einer Konservendose 1 Teil Olivenöl und 1 Teil Harz, bis sich das Harz verflüssigt hat. Nun könnt ihr das Öl durch ein altes Sieb oder ein Baumwolltuch schütten. Verwendet Utensilien, die ihr danach nicht mehr braucht, denn das Harz verklebt natürlich alles.

Für die Salbe nun 100 ml von diesem Harz-Öl vorsichtig erwärmen (auf ca. 70 Grad) und 7 – 15 g Bienenwachs darin schmelzen – je nachdem, wie fest ihr eure Salbe haben wollt. Noch heiß in Tiegel füllen und offen über Nacht auskühlen lassen.

Vor dem Abfüllen könnt ihr in die handwarme Salbe ätherische Öle mischen.
Erwachsene verwenden für diese Menge Salbe insgesamt (nicht je!) 20 Tropfen, je nach Verwendungszweck passen folgende ätherische Öle:

Erkältungskrankheiten
Ravintsara, Cajeput, Niaouli, Thymian linalool, Eukalyptus radiata od. globulus, Lavendel fein, Zeder, ….

Zugsalbe (verwendet hierfür am besten Lärchenharz)
Niaouli, Lavendel fein, Myrrhe, Kamille, …

Schmerzbalsam
Tonkabohne, Cajeput, Rosmarin CT Cineol, Pfefferminze, Ingwer, Mandarine rot, Lavendel fein, Wacholder, Wintergrün, Lorbeer, Nelke, …

Wichtig:
Ätherische Öle immer mischen, sonst kann es durch Überdosierung gewisser Inhaltsstoffe zu einer Hautreizung kommen. Lavendel fein tut jeder Mischung gut!
Bei empfindlicher Haut die Salbe (auch ohne ätherische Öle) vorher an der Armbeuge testen, ob Hautreizungen entstehen.

Wenn ihr mehr über die hervorragende Wirkung von ätherischen Ölen erfahren wollt, freue ich mich, euch in einem meiner „Basiskurse Ätherische Öle“ zu begrüßen! Termine dazu findet ihr hier auf der Homepage unter Kurstermine 2017.

Gutes Gelingen!

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