Balsam aus Baumharz

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Bäume produzieren Harz um wunde Stellen zu verschließen und sich so vor Krankheitserregern zu schützen. Das auch für uns sehr heilsame Harz wirkt desinfizierend und wundheilend, kann Rheuma- und Gichtschmerzen lindern und bei Erkältungskrankheiten helfen. Ihr könnt das Harz der Fichte, Lärche oder Kiefer sammeln, dieses dann trocknen um damit zu räuchern (zusammen mit z.B. Rosmarin und Wacholder – herrlich!) oder es direkt zu einer Salbe weiterverarbeiten. Frisches Harz solltet ihr nicht sammeln, da es der Baum noch selbst benötigt.

Vor der Herstellung einer Salbe müsst ihr das gesammelte Harz reinigen. Dazu erwärmt ihr in einer Konservendose 1 Teil Olivenöl und 1 Teil Harz, bis sich das Harz verflüssigt hat. Nun könnt ihr das Öl durch ein altes Sieb oder ein Baumwolltuch schütten. Verwendet Utensilien, die ihr danach nicht mehr braucht, denn das Harz verklebt natürlich alles.

Für die Salbe nun 100 ml von diesem Harz-Öl vorsichtig erwärmen (auf ca. 70 Grad) und 7 – 15 g Bienenwachs darin schmelzen – je nachdem, wie fest ihr eure Salbe haben wollt. Noch heiß in Tiegel füllen und offen über Nacht auskühlen lassen.

Vor dem Abfüllen könnt ihr in die handwarme Salbe ätherische Öle mischen.
Erwachsene verwenden für diese Menge Salbe insgesamt (nicht je!) 20 Tropfen, je nach Verwendungszweck passen folgende ätherische Öle:

Erkältungskrankheiten
Ravintsara, Cajeput, Niaouli, Thymian linalool, Eukalyptus radiata od. globulus, Lavendel fein, Zeder, ….

Zugsalbe (verwendet hierfür am besten Lärchenharz)
Niaouli, Lavendel fein, Myrrhe, Kamille, …

Schmerzbalsam
Tonkabohne, Cajeput, Rosmarin CT Cineol, Pfefferminze, Ingwer, Mandarine rot, Lavendel fein, Wacholder, Wintergrün, Lorbeer, Nelke, …

Wichtig:
Ätherische Öle immer mischen, sonst kann es durch Überdosierung gewisser Inhaltsstoffe zu einer Hautreizung kommen. Lavendel fein tut jeder Mischung gut!
Bei empfindlicher Haut die Salbe (auch ohne ätherische Öle) vorher an der Armbeuge testen, ob Hautreizungen entstehen.

Wenn ihr mehr über die hervorragende Wirkung von ätherischen Ölen erfahren wollt, freue ich mich, euch in einem meiner „Basiskurse Ätherische Öle“ zu begrüßen! Termine dazu findet ihr hier auf der Homepage unter Kurstermine 2017.

Gutes Gelingen!

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Über ukrut

Ich bin Karin, Jahrgang ’80, und wohne mit meinem Mann und meinen Töchtern Pia (’04) und Magdalena (’07) in Vorarlberg. Ukrut bedeutet auf vorarlbergerisch Unkraut – und dank Ukrut in Garten, Wiesen und Wäldern, waren wir seit Jahren nicht mehr beim Arzt ;) Seit 2007 beschäftige ich mich nun mit Heilkräutern. Ich war die ständigen Arztbesuche mit meinen Kindern leid. Ich bin Architektin und habe früher keine Schafgarbe von einer wilden Möhre unterscheiden können. Jetzt freu ich mich, dass ich meinen Kindern nicht nur erklären kann, wie die Pflanzen auf unserem Wege heißen, sondern auch, wie sie uns Gutes tun. 2014 habe ich eine Ausbildung zur Aromakologin und zur Lomi Lomi Nui- Masseurin gemacht. Diese Arbeit lässt sich sehr gut mit meinem Hauptberuf Mama verbinden und ich bin glücklich, hier angekommen zu sein. Schön, dass ihr auf meiner Seite seid!
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