Herbstliches Flüssigwaschmittel

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Kastanien enthalten jede Menge Saponine, das sind waschaktive Substanzen – genau die, die auch in der Waschnuss enthalten sind.
Nur kommt die Waschnuss aus Indien und die Kastanie in meinem Fall aus Röthis  

Ihr könnt also aus Kastanien auch ein Waschmittel herstellen. Entweder, ihr zerkleinert die Kastanie und gebt sie, wie man es mit der Waschnuss macht, in einem Stoffsack direkt in die Wäsche. Das zerkleinern von Hand ist jedoch eine Wahnsinns-Arbeit und das Waschergebnis finde ich auch nicht so gut wie mit dem Flüssigwaschmittel.

Herstellung Flüssigwaschmittel:
Ich weiche die Samen über Nacht in Wasser ein, mixe das ganze dann her, siebe es ab und gebe den Sud ganz normal ins Waschmittelfach. Ich stelle mir immer Flüssigwaschmittel für mehrere Waschgänge her und bewahre die Flüssigkeit im Kühlschrank auf. Wie viel ihr benötigt, müsst ihr ausprobieren – je nachdem, wie konzentriert ihr den Sud macht und wie dreckig eure Wäsche ist.
Ich verwende ca eine Kaffeetasse voll. Zusätzlich gebe ich noch 1 – 2 gehäuften EL Waschsoda zum Waschmittel dazu, und Essig ins Weichspülerfach. Und, ich wasche (bis jetzt) nur dunkle Wäsche damit.

Wünsche euch gutes Gelingen und saubere Wäsche! … was denken sich sonst die Nachbarn  

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Brennessel, auch im Herbst

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… sie kann immer noch gesammelt werden, selbst wenn die Hauptsammelzeit im Frühling und Sommer ist.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Brennnessel Arthrose, Arthritis, Prostata-Beschwerden und Blasenprobleme lindern sowie entzündliche Darmerkrankungen positiv beeinflussen kann – sie wirkt blutreinigend, blutbildend, blutstillend, stoffwechselfördernd, haarwuchsfördernd, appetitanregend und blutdrucksenkend.

Außerdem schmeckt sie gut und hat eine Fülle an Vitalstoffen, nicht zu vergleichen mit dem gekauften Grün aus dem Supermarkt – zum Beispiel hat sie ca. drei mal soviel Eisen wie Spinat!
Also ab auf den Speiseplan damit, auch wenn ihr sie nur in kleinen Mengen in das Essen einarbeitet, sodass kritische Esser es kaum merken   – sie stärkt unser Immunsystem für den Winter und lange können wir die Brennessel nicht mehr sammeln….

Ach ja – damit ihr euch beim Essen die Zunge nicht „verbrennt“, bearbeitet die Brennessel vorher mit einem Nudelholz. So brechen die Nesseln ab und ihr könnt sie auch roh genießen. Wenn ihr sie kocht, brennt sie ohnehin nicht mehr.

Hier könnt ihr weitere interessante Infos über die Brennessel nachlesen:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/brennnessel.html

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Ukrut im neuen Outfit ….

ukrut_logo

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Avocadokern – so gesund und meistens landet er im Müll

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In den Kernen einer Frucht steckt bekannterweise sehr viel Energie, mehr als in der Frucht – denn aus einem Kern oder klitzekleinen Samen entsteht ja eine ganze, neue Pflanze.

Genauso wertvoll ist der Avocadokern. Er ist reich an Antioxidantien, gut fürs Immunsystem, entzündungshemmend, gut für Magen und Darm, Herz und Kreislauf, Haut und Haar.

Aus dem Kern wird das wertvolle Avocadoöl gewonnen.

Ich lasse den Kern meistens ein/zwei Tage liegen, dann lässt sich die braune Schale gut lösen. Anschließend wird er gerieben – das ist gar kein Problem, denn der frische Kern ist sehr weich. Und er ist hell, verfärbt sich jedoch innerhalb von 5 Minuten orange.
So gerieben kann er direkt verwendet oder auf einem Teller zum Trocknen ausgebreitet werden.
Vergesst ihr den Kern und findet ihn nach einem Monat wieder, ist er hart wie eine Muskatnuss – dann eben mit der Muskatnuss-Reibe bearbeiten…

Der Avocadokern hat ein nussiges Aroma und kommt bei mir in fast jede Speise: Knödel, Auflauf, Sugos, Suppen, Brote, …..

Ihr könnt den geriebenen Kern auch in Öl ansetzen, dadurch bekommt ihr ein wertvolles Körperöl.

Probiert es aus!

 

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Johanniskrautöl

auch Rotöl genannt, ist eines der wichtigsten Kräuterauszüge.
Es wird aus dem Echten Johanniskraut (Hypericum perforatum), auch Tüpfeljohanniskraut genannt, hergestellt.
Johanniskraut wirkt nachgewiesenermaßen beruhigend, entzündungshemmend, schmerzstillend und wundheilend, wird deshalb bei jeder Art von Wunden und Verletzungen, Verbrennungen, Sonnenbrand, Rheuma, Muskelschmerzen, Hexenschuss uä angewendet und beeinflusst außerdem die Stimmung positiv – es ist sehr wertvoll bei leichten Depressionen und bei allgemeinen Tiefs in der sonnenarmen Winterzeit.

Am häufigsten wird das Echte Johanniskraut mit dem Gefleckten Johanniskraut verwechselt. Die Heilwirkung des Gefleckten Johanniskrautes ist jedoch nicht gesichert. Das Echte Johanniskraut hat einen zweikantigen Stengel, das Gefleckte Johanniskraut hat einen vierkantigen Stengel. Außerdem sehen die Blätter des Echten Johanniskrauts wie durchlöchert aus, daher kommt auch der Name Tüpfeljohanniskraut.

Zubereitung:
o An einem sonnigen Tag nach mindestens zwei Tagen Sonnenschein sammelt man die oberen Triebspitzen des blühenden Krautes mit Blättern, Blüten, Knospen und Früchten.
o Das Kraut zB in einem Mörser anquetschen, dadurch werden die Zellwände zerbrochen und die Inhaltsstoffe können sich besser lösen.
o Ein helles Schraubglas zu ca 1/3 damit füllen, den Rest mit gutem Olivenöl (oder Mandelöl, Jojobaöl, Sesamöl, …) auffüllen.
o Das Glas nun ca 4 – 6 Wochen im hellen Schatten stehen lassen. Jeden Tag gut schütteln, das ist sehr wichtig.
o Wenn das Öl eine schöne rote Farbe angenommen hat, ist es fertig.
o Abseihen, Rückstand ausquetschen, in eine dunkle Flasche füllen und mit Datum und Kraut beschriften.

Anwendung:
o als hautpflegendes Körperöl
o als Körperöl bei leichten depressiven Verstimmungen
o als stimmungsaufhellendes Massageöl
o zum Einreiben bei Muskelverletzungen, Verrenkungen, Nervenschmerzen, Hexenschuss, Ischias, Gicht, Rheuma, …
o als Salbe oder Öl bei Brandwunden, Sonnenbrand, Blutergüssen, Hautabschürfungen, Insektenstichen, …
o als Hautpflegemittel bei unreiner, trockener, schuppiger Haut
o innerlich bei einem Magengeschwür, Reizmagen, Gastritis, … 1 Teelöffel – 1 Esslöffel mit einem Brot aufsaugen, gut kauen und schlucken.

Und:
o Nach überliefertem Wissen wird Johanniskraut in der Sonne ausgezogen. Nach heutigem Stand jedoch ist ein Auszug im Schatten vorzuziehen, da Öle durch Wärmeeinwirkung schneller schlecht werden und sich die Inhaltsstoffe im Schatten genauso lösen. Einige Inhaltsstoffe des Johanniskrautes sind sogar wärmeempfindlich.
o Bei Verwendung von Johanniskraut kann eine Wirkungsabschwächung anderer Medikamente auftreten. Bitte mit dem Arzt Rücksprechen.
o Johanniskraut macht die Haut sonnenempfindlich, daher nicht direkt nach einer Anwendung in die Sonne gehen.

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Rosenessig

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Statt einem wohlriechenden Ölauszug aus Rosenblüten habe ich auf Grund der nass geernteten Blüten einen Rosenessig angesetzt – welch herrliche Farbe und feiner Duft!

Anleitung:
o Am idealsten ist es, wenn ihr die Blüten nach mindestens zwei Tagen Sonnenschein am frühen Morgen erntet, sobald der Morgentau getrocknet ist. Dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten.
o Ein gut verschließbares Glas locker bis zum Rand mit den abgezupften Blütenblättern füllen.
o Mit einem guten, milden Essig auffüllen. Am besten eignet sich Weißweinessig oder weißer Balsamicoessig.
o Ich lasse das ganze ca 3 Wochen an einem hellen aber nicht sonnigen Ort stehen. Jeden Tag mindestens einmal gut schütteln oder umrühren ist sehr wichtig, damit sich die Inhaltsstoffe besser lösen und die Blütenblätter immer mit Essig bedeckt sind, sonst besteht Schimmelgefahr.
o Nach dieser Zeit abseihen und verwenden 😉

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Maiwipfelsirup

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Wollt ihr im Winter eure eigene Hausapotheke haben, so müsst ihr jetzt schon vorsorgen.

Ein sehr guter Hustensirup entsteht aus den jungen Trieben der Fichte oder der Tanne, schichtweise angesetzt mit Zucker oder (wirkungsvoller) mit Honig. Die Nadeltriebe werden dafür fest in ein Glas geschichtet und mit einer dünnen Lage Zucker (oder Honig) bedeckt. Diesen Vorgang wiederholen, immer alles fest zusammendrücken, bis das Glas voll ist. Die letzte Schicht soll aus Zucher bzw. Honig bestehen. Das ganze wird jetzt
ca. 3 Wochen an einem warmen, sonnigen Ort stehen gelassen, bis sich der Zucker komplett verflüssigt hat und die Nadeln braun geworden sind. Dann haben sich die Wirkstoffe in den Zucker übertragen und ihr könnt den Sirup verwenden.

Wie der Name schon sagt, wird dieser Sirup eigentlich im Mai hergestellt. Aber wenn ihr euch beeilt findet ich auch jetzt Anfang Juni noch junge Triebe, die für diesen Hustensaft verwendet werden können.
Beim sammeln bitte darauf achten, dass ihr die Triebe von junge Bäumen nicht erntet und auch von größeren nur eine kleine Menge entfernt. Außerdem müsst ihr den Waldbesitzer um Erlaubnis fragen…

Nach dem selben Prinzip könnt ihr auch einen Hustensaft aus Spitzwegerich, Huflattich, Königskerze, … herstellen. Oder ihr mischt verschiedene Kräuter für einen Sirup – Mischungen sind immer eine gute Sache, denn die Wirkstoffe der verschiedenen Pflanzen ergänzen und verstärken sich gegenseitig.

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